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Bei den frühen Nitrofrottagen sollten sich die Farbtöne
und Bildausschnitte den Stimmungen meiner Phantasie zuordnen. Ich
versuchte, sanft surrealistische oder gegenständliche Impressionen
darzustellen. Immer in leisen, vielfältigen, pastellartigen Farbtönen,
ein ruhiges Gleichgewicht betonend.
Ich lernte in vielen Jahren diese Technik zu vervollkommnen
und die Ergebnisse meiner Arbeit waren durch meinen ganz persönlichen
Stil geprägt. Ich bin von meinem Wesen her ein Maler, der entschieden
gegen das Experimentieren mit starken Farben oder zu verschiedenen
Techniken nebeneinander ist.
Meine frühere Arbeitsweise war so gehalten dass ich
auf mancherlei Weise mit dem vorgegebenen Material in den verschiedenen
Arbeitsgängen spielte.
Jetzt gehe ich dazu über, die Bildfläche zu vergrößern,
aufzulockern und die farbliche Reduzierung auf zwei bis drei Farben
unterschiedlicher Stufungen vorzunehmen.
Ich möchte abstrakte Kompositionen schaffen, die etwas
im Betrachter auslösen sollen: nämlich das Bewusstsein, den eigenen
Wunsch nach Harmonie, nach Stabilität, oder ganz einfach nach Zufriedenheit
und Gelassenheit im Bild wiederzufinden. Die Bezeichnungen meiner
Bilder sind dabei nur für mich endgültig, der Betrachter mag seine
eigenen Titel dazu finden wenn er mag.
Meine Bilder wurden früher sehr stark gefühlsmäßig
beeinflusst. Heute tritt dieses Gefühl eher zurück und wird ersetzt
durch geistige Auseinandersetzung mit den konstruktiven Elementen
des Bildes. Ich möchte nicht nur die Technik und die abstrakte Form
des Bildes dem Beschauer „rüberbringen“, sondern eine geistige Zwiesprache
mit demselben von ihm fordern.
Meine Malgründe fertige ich vorzugsweise als Abdrucke
von unterschiedlich eingefärbten Holzplatten.
Diese Drucktechnik der Monotypie, mit verschiedenen,
sich teils überlagernden Bewegungsabläufen, bekommt durch das lasierende
Arbeiten feinste Strukturen, teils plastische Tiefe mit schönen
und unerwarteten Ansichten.
Andererseits zeichne ich auch gelegentlich streng
geometrische Kompositionen auf Papier oder Karton.
Sämtliche Bilder sind Unikate und nicht wiederholbar.
Es gibt zwar die Ostsee-Serie, aber jedes Bild ist
grundverschieden in seiner Art.
Es ist nicht meine Absicht, ständig Neues zu machen.
Ich arbeite auch nicht gern für Ausstellungen für die ein bestimmtes
Thema vorgeschrieben ist. Ich ändere meine Arbeitsweise dann, wenn
ich das Gefühl habe eine bestimmte Phase abgeschlossen zu haben
und mit veränderter, vielleicht verbesserter Technik etwas Neues
machen zu wollen.
Dabei bleibt der ursprüngliche Aussagewunsch
bestehen; nämlich: Harmonie und Gleichgewicht im Bild zu schaffen,
wenn auch auf neue Weise.
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